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Berlin: Erster Heimsieg 2016?

Die Berliner müssen heute ohne Alexander Baumjohann (Muskelverhärtung im Oberschenkel), dafür aber wahrscheinlich mit Vladimir Darida (nach Gelb-Sperre) den ersten Heimsieg des Jahres 2016 angehen. Nach dem Auswärtssieg über Köln geht es nun heute Abend gegen die Frankfurter zur Sache. “Die Mannschaft ist gut drauf. Dass wir nach so vielen Unentschieden in Köln einen schönen Sieg geholt haben, hat für noch mehr Selbstvertrauen und gute Stimmung im Training gesorgt”, so Hertha-Trainer Pal Dardai auf der gestrigen Pressekonferenz. “Gegen Frankfurt haben wir ein sehr wichtiges Spiel, das wir unbedingt gewinnen wollen.”

herthaDie Frankfurter sind zwar im unteren Teil der Tabelle vertreten, trotzdem warnte Dardai wie gewohnt vor dem kommenden Gegner. “Der Gegner ist gut, clever, mit einem guten Trainer. Egal, ob die Eintracht im 4-2-3-1 oder mit einer Raute spielt – wir müssen gut vorbereitet sein. Frankfurt ist eine Mannschaft, die aus dem Nichts Tore machen kann. Das müssen wir verhindern”, so der ehemalige Spieler der Berliner. Aufbauen können die Hauptstädter auf ihrer Gegentor Bilanz, denn insgesamt 10 Mal blieben die Gegner in dieser Saison schon ohne Erfolgserlebnis. Ein weiters gutes Zeichen in dieser Hinsicht ist, dass die Hessen auf ihren Toptorjäger Alexander Meier verzichten müssen (Einriss eines Fettkörperchens im Knie).

Derweil könnte Vladimir Darida wieder ind ie Startelf zurückkehren, der beim 1:0 gegen die Kölner am letzten Freitag noch wegen seiner 5. Gelben Karte pausieren musste. “Ich versuche noch in den Paragraphen nachzuschauen, ob es möglich ist, mit zwölf Spielern aufzulaufen”, so Dardai angesichts der starken Leistung der gesamten Truppe im Köln-Spiel: “Wir haben zwölf Spieler und eigentlich noch mehr, die es alle verdient hätten, von Anfang an zu spielen. Aber ich habe lieber solche Probleme als andere. Wenn einer dann auf die Bank muss, gehört das zum Fußball dazu.”

Gut möglich, dass der gegen Köln etwas offensiver auflaufende Mitchell Weiser wieder nach hinten rückt und damit Peter Pekarik auf die Bank verbannt. Darida hat immerhin unter der Woche “im Training in dieser Woche eine gute Körpersprache gezeigt”, so Dardai: “Er sieht frisch aus. Für ihn wie für alle war unsere Unentschieden-Serie am Ende auch eine Belastung.” Allgemein will man bei den Berlinern trotz der guten Tabellenposition zumindest für die Öffentlichkeit noch immer keine neue Zielsetzung ausrufen. “Das Wichtigste ist an jedem Spieltag, dass wir für uns spielen”, so Manager Michael Preetz in altbewährten Fußballer-Floskeln: “Wir verfolgen die Bundesliga und auch das, was die anderen Mannschaften machen, aber wir konzentrieren uns auf unsere Leistung und unsere Weiterentwicklung. Vielleicht haben wir den Sieg genau so gebraucht, wie er in Köln zustande kam – dass es hintenraus nochmal eng wurde. Dieses Erfolgserlebnis wird zu einem größeren Selbstverständnis im Spiel unserer Mannschaft führen. Es gibt nichts Schöneres, als eine Englische Woche mit einem Sieg zu beginnen.”

Dieser Meinung schloss sich auch Dardai an, der betonte, dass die Rückrunde “weiter ein Lerneffekt ist, wir nehmen alles an Erfahrungen mit – und gegen Köln hatten wir eine zweite Halbzeit, in der wir früher einen Punktverlust gehabt hätten”. Gegen die Frankfurter und die Hamburger haben die Berliner nun die große Chance mit 6 Punkten ihre Position im oberen Tabellenviertel zu festigen. Dennoch will man noch immer nicht vom europäischen Geschäft reden: “Meine Jungs haben nicht die Erfahrung, wie es ist, gejagt zu werden. Meine Jungs haben die Erfahrung, wie es ist, am Ende nicht abzusteigen. Was soll ich jetzt unnötigen Druck aufbauen? Wenn wir 52 Punkte haben, nehme ich das Wort Champions League in den Mund – aber das darf dann nicht erst vor dem letzten Spieltag sein.”

Es wird gegen Frankfurt auch ein Wiedersehen gehen, denn am Ende der Winter-Transferperiode wechselte Änis Ben-Hatira von Berlin nach Frankfurt und mit ihm ging auch der ehemalige Berliner Yanni Regäsel. “Sie sind Sportler, sie wollen gewinnen”, so Dardai: „Nochmal – ich habe mit Änis null Probleme. Und sein Poster darf auch weiter im Kinderzimmer meiner Söhne hängen. Ich habe fußballerisch und für die Atmosphäre entschieden, und diese Entscheidung ist gefallen.” Kein Wunder, dass dieses Thema nun vor diesem Spiel wieder aufkommt. Nach dem Auswärtsspiel in Bremen im Januar geriet Ben-Hatira mit seinem Teamkollegen Weiser aneinander und verpasste ihm ein blaues Auge. In der Folge wurde er bei den Berlinern aussortiert und konnte sich einen neuen Verein suchen: “Ich habe Änis immer seine Chance gegeben, obwohl er manchmal vielleicht noch nicht fertig war dafür. Ich wünsche ihm nur Gutes für die Zukunft”, so Dardai abschließend.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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