0

Leverkusen: Angriffs-Flaute ohne Chicharito

Bei den Leverkusenern muss man langsam Angst haben, dass diese Saison im Niemandsland der Tabelle endet. Wie schon im Testspiel gegen den VfL Bochum (1:2) hatte man nun auch am Wochenende zahlreiche Chancen im Spiel gegen die Hoffenheimer, letztendlich reichte es aber nur zu einem schlappen Treffer. Aktuell bekommt man das Gefühl, dass die komplette Mannschaft offensiv abgemeldet ist, sobald Chicharito nicht trifft.

leverKein Wunder, dass der einzige Treffer der Werkself von einem Abwehrspieler erzielt wurde. Ömer Toprak netzte ein, zog sich dabei aber eine Verletzung zu, denn er stieß mit Hoffenheims Niklas Süle zusammen: “Der Schädel brummt ein bisschen, aber es ist soweit okay. Das wird schon”, so Toprak, für den nun die Freude über den eigenen Treffer überwiegt: “Ich hoffe, es folgen noch ein paar.”

Dass nun ausgerechnet ein Innenverteidiger für den Leverkusener Punktgewinn sorgen musste ist kein Zufall, denn Toprak zeigte in dieser Szene alles, was dem Sturm der Werkself gerade fehlt. Er wollte den Treffer unbedingt erzielen und warf alles rein um den Ball über die Linie zu drücken, während die komplette Offensivabteilung derweil eher einen gezähmten Kätzchen ähnelt. Die Werkself ist aktuell sehr abhängig von Chicharito, der vwenigen Tagen vom Kontinentalverband CONCACAF zum Fußballer des Jahres 2015 in Nord- und Mittelamerika gewählt wurde. Trifft er nicht, dann bleibt in der Regel auch der Rest der Offensivtruppe blass.

Insgesamt erzielten die Leverkusener bisher 26 Tore, doch allein 11 davon gehen auf das Konto von Chicharito. Natürlich freut man sich in Leverkusen darüber, dass der Neuzugang so eingeschlagen ist, letztendlich braucht man aber auch andere erfolgreiche Kicker, wenn man sich am Ende der Saison für die Champions League qualifizieren möchte. Wenn man sich die restlichen Teams der Liga anschaut wird schnell klar, dass kaum jemand anders so abhängig von nur einem Spieler ist. In München hat man mit Lewandowski und Müller gleich zwei Torkanonen, in Dortmund sind es Aubameyang, Reus und Mkhitaryan, und selbst die Schalker Huntelaar und Sané treffen häufiger als die Kollegen in Leverkusen. Auch wenn man etwas weiter nach hinten in der Tabelle schaut kommen Teams wie beispielsweise die Mainzer, die mit Muto und Malli ebenfalls zwei gefährliche Knipser haben.

Dabei sah kurz vor dem Jahreswechsel alles schon viel besser aus, als man beim 5:0 gegen Gladbach nicht nur sehr viel mehr Tore zustande gebracht hatte als zuvor, vielmehr ging es auch darum, dass neben dem Hattrick von Chicharito auch Kießling gleich doppelt erfolgreich war. An diese Partie will man nun in den nächsten Wochen anknüpfen und das wird auch dringend notwendig sein, wenn man nach dem 34. Spieltag auf einem internationalen Startplatz landen möchte.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

Ähnliche Artikel

Antwort hinterlassen

Antwort eintragen
© 2016 Soccer-Fans.de. All rights reserved.