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Dortmund: Castro und der DFB

Seit mehreren Jahren ist Gonzalo Castro ein gestandener Bundesligaspieler. Eins war er auch Nationalspieler, was nun aber schon wieder 8 Jahre her ist. Doch immer wieder wenn er gute Leistungen zeigt kommt das Thema wieder auf. Sehr große Hoffnungen macht der Dortmunder sich nicht mehr, doch auch im Trainingslager in Dubai wurde er nun wieder darauf angesprochen. Möglich wäre natürlich ein Positionswechsel beim BVB um seine Chancen im Hinblick auf die EM zu erhöhen, doch darauf will sich der flexible Mittelfeldspieler nicht einlassen: “Dazu bin ich viel zu stolz.”

Borussia DortmundIm vergangenen Sommer schloss sich der mittlerweile 28-Jährige den Dortmundern an. Zu Beginn hatte der ehemalige Leverkusener große Probleme bei den Schwarz-Gelben. Seinen persönlichen Tiefpunkt hatte er beim Qualifikations-Hinspiel zur Europa League bei Odds BK, als er nach einer katastrophalen Leistung schon zur Halbzeit in der Kabine gelassen wurde. Damals wurde er gezwungenermaßen als Rechtsverteidiger eingesetzt und diese Erfahrung bestärkte ihn nun darin, seine Zukunft nicht als Teil der defensiven Viererkette zu sehen.

Gestern stellte er sich im Trainingslager des BVB den Medien und wurde gefragt, inwiefern er sich noch Hoffnungen auf die Nationalmannschaft macht. Auf der rechten Verteidigerposition hat der DFB personell große Probleme, doch auch eine dauerhafte Umstellung will sich Castro nicht einlassen: “Das haben wir ja gesehen, was ich als Rechtsverteidiger gebracht habe”, so der gelernte Mittelfeldspieler. Bis auf den Auftritt gegen die Norweger hat Castro aber durchaus schon bewiesen, dass er auch auf Rechts zu gebrauchen ist: “Wenn der Bundestrainer anrufen sollte, bin ich sehr gerne bereit, wiederzukommen und alles zu geben”, so der ehemalige Leverkusener: “Es entspricht nicht meinem Naturell zu sagen: Hauptsache in die Nationalmannschaft und die Position wechseln. Dazu bin ich viel zu stolz. Wenn der Bundestrainer mich als Rechtsverteidiger einlädt, dann spiele ich es. Aber ich werde nicht von mir aus sagen, dass ich es als Rechtsverteidiger probiere.”

Bisher bringt es der Deutsch-Spanier auf „nur“ 5 Länderspiele. Er spielt seit Jahren auf konstant hohem Niveau, fällt in der Konsequenz aber vielleicht etwas zu wenig auf. Er selbst sieht als Grund für seine wenigen internationalen Einsätze, dass er “früher Fehler gemacht habe, aber ich spiele seit ein paar Jahren auf einem hohen Niveau. Wenn es kommt, dann kommt’s. Wenn nicht, dann lebe ich weiter wie bisher.” Diese Art und Weise darüber zu reden macht aber auch deutlich, dass Castro sich wohl keine großen Hoffnungen mehr macht. 2009 wurde er mi der U21 noch Europameister, der nächste dauerhafte Schritt zu Jogis Jungs blieb ihm anschließend aber verwehrt.

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